Im Sommer 2016 war ich erneut in Australien und habe ca. 6 Wochen in einer Aborigine Community ganz im nordwesten Australiens, der Kimberleyregion mitgearbeitet.
Eine schöne Erfahrung war weiterhin das Seminar zu Gewaltfreier Kommunikation, welches ich in Perth anbieten konnte und an dem 25 Personen teilnahmen.
Aboriginal Community:
Die Zeit dort war eine große Bereicherung für mich. Die Art und Weise, dem Leben zu begegnen (…), die Herzlichkeit im Kontakt und die Fähigkeit der Menschen materiel sehr einfach zu leben, bereichern mich. Ich bin berührt von den Begegnungen und der Möglichkeit, mich und mein Verhalten aus anderen Blickwinkeln wahrnehmen zu dürfen.
Meine Tätigkeiten waren u.a. die Mitarbeit bei einem Filmprojekt, Unterstützung in der Pre-School und im Ob-shop (community shop), Beteiligung am Sommerprogramm des Boabnetzwerks, Fahrten und Besorgungen, Schwimmengehen mit Kindern, Treffen und Gespräche z.B. über Wünsche/Möglichkeiten, Mitarbeit bei Vorbereitung/Durchführung des Cultural Art – Festivals.
Meine Wertschätzung gilt auch all denen, die sich für das Wohl der Community einsetzen, ganz besonders den Aktiven im Boab-Netzwerks, die sich auf vielfältige und sehr persönliche Weise engagieren (z.B. Unterstützung bei Gründung und Entwicklung des Ressource Centers, Initiativen für Childcare und Pre-school, Fundraising für ein Bewässerungsprojekt oder das Art Centre und vieles mehr).
Ich wurde dort bereits 2014 sehr freundlich aufgenommen und es war schön, diese Kontakte zu vertiefen. Mir gefällt die Verbindlichkeit (begründet in dem Wunsch beizutragen und einer großen Vision) und der Freiwilligkeit (jede/r kann selbst entscheiden, was und wie viel er/sie macht) die das Engagement auszeichnet. Dies erinnert mich an unseren Verein Achtsamkeit und Verständigung e.V. in Deutschland und ich würde mich über Zusammenarbeit freuen.
Seminar Gewaltfreie Kommunikation in Perth:
Das Seminar zu Gewaltfreier Kommunikation fand im August in Perth statt, genauer gesagt -wie schon im Jahr 2015- in den Räumen der Siedlungsgemeinschaft Pinakarri (bedeutet: Deep
Listening). Die 25 TeilnehmerInnen kamen zum einen von dieser Gemeinschaft, aber auch von den GFK-Gruppen Fremantle/Perth und sowie 14 Personen über das Boabnetzwerk (siehe oben).
Es war wunderbar für mich, so viele Freunde und alte/neue Bekannte begrüßen zu dürfen. Ein großer Dank an die lokale Organisation und die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Ich freue mich auf ein Wiedersehn!
Für meine Arbeit als Mediator und Ausbilder/Seminarleiter durfte ich in der Australienzeit viele wertvolle Erfahrungen sammeln.
P.s.: Infos zum Australienjahr 2015 hier

















es hat mich gefreut, an Treffen und GFK-Übungungsgruppen teilnehmen zu können. An mehreren Orten wurde ich eingeladen Workshops zu Gewaltfreier Kommunikation anzubieten. Auch waren wir bei Siedlungsgemeinschaften und Projekten zu Gast, in denen Gewaltfreie Kommunikation zur Leitorientierung gehört. Spannende Methoden und Einiges, was mein Verständnis der Mediation und GFK bereichert, bringe ich mit nach Deutschland.
Community mitgearbeitet, im Arnhemland durfte ich als Helfer bei einem traditionellen Festival (Garma) dabei sein und im Zentrum des Landes waren wir mit den ursprünglichen Bewohnern in ihren traditionellen Gebieten im Outback unterwegs. Freundschaften sind entstanden und die Herzlichkeit im Kontakt und die tiefe Verbindung der Menschen zu ihrem Land, zur Erde berühren mich sehr.
anzunehmen. Auf einem solchen Weg ist inneres Wachsen m.E. unumgänglich.
Dies alles bereichert meine Arbeit als Mediator und Seminar/-Ausbildungsleiter. Innehalten, wahrnehmen, Zuversicht halten im „Auge des Sturm“, Entwicklungstendenzen erkennen und Prozessen einfühlsam folgen – all dies sind zentrale Aspekte dieser Arbeit.



Besonders großes Interesse bestand an praktischen Projekten in denen wir versuchen, Gewaltfreie Kommunikation und Mediation konkret zu nutzen/zu implementieren, sogenannte „Best Practice“ Projekte, unter anderem die Entwicklung und Mitgründung von Schulen, Vereinen, dem Waldkindergarten in Steyerberg, mein Beitrag zur Friedenskongress in München 2012, in verschieden EU-Projekten, Freiwilligenprogrammen und Freizeiten für Familien etc..
Ausgangspunkt bildete eine Studie, die besagt, dass fast 80% der Kinder und Jugendlichen in der Türkei Gewalterfahrungen haben und von diesen sogar die Hälfte angeben, dass dies regelmäßig der Fall ist.
(Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen) einbezogen wurde. Unter anderem waren Filme gedroht worden, wie sich die Projektbeteiligte einen friedlichen Umgang von Menschen im täglichen Umgang und ein gleichwertiges Miteinander von Männern und Frauen bzw. Mädchen und Jungen im Alltag konkret vorstellen. Diese Projektidee nehme ich auch gern mit in meine Arbeit in Deutschland.